1. Advent – Zeit der hektischen Erwartung?

Sind Sie ein Advents- oder Weihnachtsmuffel? Jedes Jahr nehmen Sie sich vor, diesmal den ganzen Rummel nicht mitzumachen. Sie schütteln frustriert den Kopf, wenn bereits Ende September der Handel mit Lebkuchen, Dominosteinen und Christstollen bestückt ist. Und trotzdem finden Sie sich plötzlich bei denen wieder, die auf den letzten Drücker dann doch zähneknirschend durch die Geschäfte rennen, um noch einige Geschenke bei der nervigen Dauerberieselung von Weihnachtsliedern zu kaufen. Die sich breitschlagen lassen, doch einmal mit auf den Weihnachtsmarkt zu gehen. Dieses Menschengewimmel! Curry-Wurst, Bratfisch, Champignons und Folienkartoffeln garniert mit „White Christmas“ und „Jingle Bells“. Sie finden das ätzend, wo liegt eigentlich der Sinn dieser stressigen Zeit?

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Sie haben recht, unbedingt recht. Dieser Geschäftsrummel, diese Hektik hat nichts mehr mit dem eigentlichen Sinn der Advent- und Weihnachtszeit zu tun.

Advent ist die „Zeit der Erwartung“ oder die „Zeit der Ankunft“. Christen feiern Weihnachten, weil Gott in Jesus Christus wahrer Mensch geworden ist. So kam er zu den Menschen auf die Erde, mitten hinein in ihr Leben und ihre Umstände.

Stellen Sie sich die Frage, wozu das heute gut sein soll? Was ist denn der Sinn Ihres Lebens, wenn es von Unsicherheit und Angst geprägt ist? Terroranschläge, drohender Arbeitsplatzverlust, politische Wirren begegnen Ihnen jeden Tag. Was fangen Sie da mit Jesus Christus an?

Als der Sohn Gottes auf die Erde kam, ging es dem Volk der Juden nicht anders. Sie wurden von den Römern hart unterdrückt, sie hatten keine Zukunftsperspektive als nur die Hoffnung auf das Kommen des verheissenen Messias (Erlöser).

Der Prophet Jesaja sagte dieses Kommen voraus:

„Das Volk, welches im Finstern lebt, hat ein großes Licht gesehen; die da wohnen im Lande des Todesschattens, Licht hat über ihnen geleuchtet.“ (K.9,2)

Wer ist dieses „Licht“? Der Sohn Gottes gibt selbst die Antwort darauf:

„ICH bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis leben, sondern wird das Licht des Lebens haben.“

Joh. 8,12)

Dazu gehört aber der Glaube an ihn und an das Werk der Erlösung. Denn er kam auf unsere Erde, um für Ihre Sünden zu sterben. Nur auf diesem Weg ist es Ihnen möglich, Frieden mit Gott zu bekommen. Doch Sie müssen ganz persönlich glauben, das kann keiner für Sie tun. Durch eine Kirchenzugehörigkeit oder ein frommes Leben mit guten Werken können Sie diese Vergebung und das Geschenk des ewigen Lebens nicht verdienen, null Chance. Es ist ein Geschenk der Gnade Gottes, die durch nichts erkauft werden kann.

Die Adventszeit will zur Besinnung einladen. Denken Sie daran, dass Gott Ihnen nahe sein will, dass er durch den Glauben an Jesus Christus in Ihr Leben kommen will. Mit ihm werden Sie auch persönliche Krisen, Krankheiten und Ängste bewältigen können. Die Erfahrung seiner Nähe macht Ihr Leben reicher und schöner und mit ihm können Sie zuversichtlich in die Zukunft schauen.

Die „Zeit der Ankunft“ weist aber nicht nur auf das erste Kommen des Sohnes Gottes in der Krippe zu Bethlehem hin, sondern auch auf sein zweites Kommen. Damit werden wir uns am 2. Advent beschäftigen.