10. Jahrestag ICE-Katastrophe von Eschede

Am 03.06.1998 um 10:58 Uhr ereignete sich hier bei uns in Eschede das bisher schwerste Eisenbahnunglück Deutschlands, bei dem 101 Menschen den Tod fanden.

Äußerungen von Überlebenden und Hinterbliebenen im Rahmen der Gedenkveranstaltung, die heute hier in Eschede stattfand, drücken aus, dass „Narben auf der Seele bleiben“. Das Leid wird unterschiedlich verarbeitet. Ein Betroffener äußerte seine neue Fragestellung, mit der er dem Geschehen besser begegnen kann:

„Nicht mehr warum fragen, sondern wozu“.

Ein anderer Überlebender, der durch ein Wunder mehrere Kopfverletzungen und Knochenbrüche überstand, vermisste an der Gedenkstätte ein Kreuz.

Der Hinweis auf Hoffnung im Leid.

Tatsächlich hat der Blick zum Kreuz, genauer gesagt, auf das Geschehen am Kreuz, an dem vor ca. 2000 Jahren Jesus Christus starb, bisher vielen Trost, Frieden und Hoffnung gegeben. Das Leid, was dort geschah, übertrifft alles andere an Leid!

Jesus Christus, der ohne Sünde ist, gab sich für uns hin, im Gericht Gottes über die Sünde. ER trug dort meine und Deine Strafe am Kreuz, damit wir zeitlichen (irdischen) und ewigen Frieden und Trost haben können.

Jemand, der IHN im Gebet als Seinen persönlichen Retter und Herrn angenommen hat,

„Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist Gott treu und gerecht, dass er uns die Schuld vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.“ (1. Johannesbrief Kapitel 1, Vers 9)

empfindet auch im Leid, dass er von IHM durchgetragen und getröstet wird.

„Du hast Freude in mein Herz gegeben, … In Frieden werde ich sowohl mich niederlegen als auch schlafen; denn du, HERR, allein lässt mich in Sicherheit wohnen.“ (Psalm 4, Verse 9 und 10)

„Leid in unserem Leben ist Teil der Pädagogik Gottes“, beschrieb es einmal jemand. Das musste auch schon Jesaja, ein Mann Gottes, vor 2700 Jahren erkennen:

„Siehe, zum Heil wurde mir bitteres Leid…“ (Jesaja Kapitel 38, Vers 17)

Auch heute noch will diese Erkenntnis ein Ziel zur Bewältigung von Leid sein – nicht nur Betroffenen der Katastrophe von Eschede.