3. Advent - Wunschtraum? Mal ein Promi sein

Einmal berühmt und gekannt sein, reich sein, etwas Geniales schaffen, um endlich einmal aus der Masse herauszutreten ... Wer kennt nicht Bill Gates, rd. 58 Mrd. Dollar schwer? Claudia Schiffer, Prinz Charles, Michael Ballack, Arnold Schwarzenegger, Nelson Mandela, die Queen ... alles Namen, die Otto Normalverbraucher und Lieschen Müller mit Staunen und Neid erfüllen können. Und erst die Angehörigen der europäischen Königshäuser! Der Nachwuchs im niederländischen Königshaus wurde mit 101 Salutschüssen willkommen geheißen, 300.000 Geschenke und Glückwünsche gingen ein. Die Gästeschar zur Taufe wird eine Adelsschau mit Pomp und Prunk werden, alles für die kleine Amalia, die Platz 2 in der Thronfolge antritt.

Welche Promis waren eigentlich vor 2000 Jahren dabei, als der König der Könige in Bethlehem geboren wurde?

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Eigentlich müsste man annehmen, dass Gott seinen Engelboten zu den Promis von Jerusalems geschickt hätte. Da gab es König Herodes mit seinen 10 Frauen und 12 Kindern, nebst allen anderen königlichen Personen. Dann gab es die religiöse Elite, bestehend aus den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und die pharisäische Aristokratie. Doch keiner dieser Promis wurde von Gott für wert geachtet, durch seinen Engel benachrichtigt zu werden. Statt dessen wählte er eine Schar einfacher Hirten aus, die zu der verachtetsten und niedrigsten Gruppe der damaligen Gesellschaft gehörten. Die „Gebildeten“ schauten auf sie herab, in ihren Augen waren sie minderwertig. Aber eben nicht in Gottes Augen! Denn nur diesen geringen und unbekannten Männern wurde die Geburt des Erretters mitgeteilt.

Lk. 2,8-20: Und es waren Hirten in derselben Gegend, die auf freiem Feld blieben und des Nachts Wache hielten über ihre Herde. Und ein Engel des Herrn trat zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie, und sie fürchteten sich mit großer Furcht. Und der Engel sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird. Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, derHerr, in Davids Stadt. Und dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.“ Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen, die Gott lobten und sprachen: „Herrlichkeit Gott in der Höhe und Friede auf Erden in den Menschen seines Wohlgefallens!“ Und es geschah, als die Engel von ihnen hinweg in den Himmel auffuhren, dass die Hirten zueinander sagten: „Lasst uns doch hingehen nach Bethlehem und diese Sache sehen, die geschehen ist und die der Herr uns kundgetan hat.“ Und sie kamen eilends und fanden Maria und Joseph und das Kind in der Krippe liegend. Als sie es aber gesehen hatten, machten sie das Wort bekannt, das über dieses Kind zu ihnen geredet worden war. Und alle, die es hörten, wunderten sich über das, was ihnen von den Hirten gesagt wurde.

Bethlehem liegt so nahe bei Jerusalem, dem Mittelpunkt des religiösen Lebens mit dem Tempel, dass es zu Fuß erreichbar war. Wissen Sie, warum die Promis trotzdem die Geburt des Erlösers verpassten? Sie waren so sehr mit äußerlichen religiösen Ritualen beschäftigt, dass sie völlig vernagelt waren für das größte Ereignis der Menschheitsgeschichte, was sich ein paar Kilometer von ihnen entfernt abspielte. Sie erstickten förmlich in ihrer Religiösität. Solche Menschen lassen sich am schwersten für das Gnadengeschenk Gottes erwärmen. Sie wollen beweisen, dass sie durch eigene Anstrengung in den Augen Gottes gerecht werden können. Sie sind sicher, sich durch ihre moralische Anständigkeit und ihr äußerliches Frommsein den Beifall Gottes verdienen zu können. Kennen Sie das? Gehören Sie auch zu dieser Sorte? Seien Sie sicher, dass Gott nicht darauf reagieren wird. Rö.3, 10-12: „Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; ... Alle sind abgewichen ... da ist keiner, der Gutes tue, da ist auch nicht einer.“

Auch die damalige Besatzungsmacht der Römer bekam nichts von der Geburt des Sohnes Gottes mit. Kaiser Augustus war Gott über seine Untertanen, und daneben hatten sie noch ungezählte andere Götzen, die sie anbeteten. Sie meinen, das finden wir heute in christlich geprägten Ländern nicht mehr? Falsch, es gibt sie noch, sie haben nur andere Namen als damals. Heute heißen sie nicht mehr Jupiter, Saturn, Merkur, Mars ..., sondern Reichtum, Sex, Prestige, Bildung, Selbstsucht, Materialismus ... . 2.Mo.20, 1-3: „Ich bin der Herr, dein Gott; du sollst keine anderen Götter neben mir haben!“

Es gibt nur eine Gruppe von Menschen, die von Gott angenommen werden. Wie die Hirten glauben sie ohne Wenn und Aber, dass der Sohn Gottes geboren worden ist. Die Hirten ließen unverzüglich alles stehen und liegen und gingen zu ihm, um ihn anzubeten. So lädt Gott auch heute noch jeden Menschen zu sich ein, um dann aus unverdienter Gnade durch den Glauben Frieden mit ihm zu bekommen. Verstehen Sie? Sie brauchen kein Promi zu sein! Sie brauchen keinen Professorentitel. Sie müssen kein Examen, kein „summa cum laude“ vorweisen. Sie brauchen kein Theologe, Philosoph oder genialer Wissenschaftler zu sein. Sie müssen nur ein Mensch sein, der Gott Glauben schenkt. Sie müssen akzeptieren, mit all ihrem Anstand vor Gottes unbestechlichen Augen trotzdem nicht bestehen zu können. Sie müssen einsehen, Jesus Christus nötig zu haben, weil er für ihre persönliche Sündenschuld die Strafe Gottes am Kreuz getragen hat. Dann sind sie mehr als ein Promi dieser Welt. Deren Namen wird man eines Tages nicht mehr kennen, aber Ihr Name wird für immer und ewig im Buch des Lebens stehen, weil Sie zur Familie Gottes gehören.

Joh. 1, 11.12: „Jesus Christus kam in die Welt, aber die Menschen nahmen ihn nicht an; die ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an ihn glauben.“