4. Advent - Verpasste Gelegenheit

Der evangelische Jugendpfarrer W. Busch befand sich einmal in Oslo auf einer großen Aussichtsterrasse, inmitten vieler anderer Menschen. Ihm fiel auf, dass es auf der Straße vor ihm von Uniformierten nur so wimmelte. Auf seine Frage, was denn da los sei, hörte er, dass der König von Norwegen gleich sein Schloß verlassen würde, um genau dort an der Terrasse vorbei zu kommen. Der Pfarrer wollte sich das nicht entgehen lassen, denn wann begegnet man schon einen König life in allernächster Nähe? Gespannt wartete er, als plötzlich die Menschen um ihn herum auf die andere Seite der Terrasse stürmten. Neugierig ging er ihnen nach und sah, wie sie einen berühmten Filmstar umringten, der mit lässiger Hand Autogramme gab. Den Pfarrer interessierte das aber weniger, und so ging er nach wenigen Minuten zurück, um wieder auf den König zu warten. Doch auf der Straße hatte sich das Getümmel gelegt, der König war schon vorbei gefahren, der Pfarrer hatte die Begegnung verpasst.

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Verpasste Gelegenheiten, immer wieder. Ein Volltreffer im Lotto, Millionen warten, doch der Gewinner weiß nichts davon, die Riesensumme wird nicht abgeholt. Kennen Sie verpasste Gelegenheiten aus Ihrem persönlichen Leben? „Ach, hätte ich doch ...“ Wäre ich doch nur ...“ „Wenn ich die Chance noch einmal bekäme ... “ Verpasste Gelegenheiten, jeder kann dabei mitreden. Dabei geht es oft um Glück in irgendeiner Form, das uns das Leben hier auf der Erde angenehmer machen könnte. Richtig schlimm wäre es aber, wenn Sie DIE EINE ENTSCHEIDENDE GELEGENHEIT VERPASSEN , die für Sie über Leben oder Tod, über Himmel oder Hölle entscheidet.

Im Neuen Testament wird beschrieben, wie Jesus Christus kurz vor seinem Kreuzestod in Jerusalem einzieht. Voller Begeisterung legten die Menschen damals ihre Kleidung und grüne Zweige auf seinen Weg, sie schrien: „Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!“ (Markus 11) Der Prophet Sacharja beschrieb diesen Einzug in Jerusalem schon über 500 Jahre vor Christi Geburt. „ Siehe, dein König kommt zu dir ; gerecht und ein Retter ist er , demütig, und auf einem Esel reitend, ...“ . (Sach.9,10)

Jetzt kriegen Sie bitte nicht das gelangweilte Gähnen und fragen sich, was das denn bitteschön im 21. Jhd. mit Ihnen zu tun haben soll. Die Bibel ist kein veralteter Schinken, sondern nach wie vor das aktuellste Buch, weil es Gottes eigenes Wort ist. Gott ist zeitlos, und er redet zu Ihnen hier und jetzt . Er sagt Ihnen: „ Siehe, dein König kommt zu dir !“ „ Siehe !“, d.h. „Jetzt paß mal auf, jetzt kommt etwas ganz Besonderes!“

Absolut nichts, was die Menschheit in Ekstase und Begeisterung versetzt, hält dem Vergleich mit diesem Besonderen stand. Der heilige und gerechte Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde, verließ den Himmel, um sich zu uns kleinen, mickrigen Menschen zu wenden, die damals wie heute nichts Besseres zu tun haben, als sich gegenseitig zu bekriegen, die ohne Gott zurecht kommen wollen, ihn wegleugnen, sich lustig über ihn machen, die Null Interesse an ihm haben. Zeitung, Tagesschau, Rundfunk ... überall springen uns die Ergebnisse eines Lebens ohne Gott entgegen. Jeden Tag Mord und Totschlag, Krieg und Terror, Vergewaltigung und Pädophilie ... die Liste lässt sich endlos fortsetzen. Und in diese kaputte Welt, diesem Riesenschrottplatz voller Sünden, da hinein kam der gerechte Gott. Als Kind zu Bethlehem geboren, in einen Futtertrog für Tiere gelegt, mehr hatten die Menschen nicht für ihn übrig. Nur diese Krippe gab es für ihn, und am Ende seines Lebens ein Kreuz. Das alles wusste Jesus Christus, aber er ging diesen Weg von der Krippe bis zum Kreuz aus Liebe, um für Sünder einen Weg der Versöhnung zwischen Gott und Menschen zu schaffen. Jesus Christus kommt auch heute zu Ihnen. Er begegnet Ihnen in diesem Moment, wo Sie diesen Artikel lesen. Noch eindrücklicher begegnet er Ihnen in seinem Wort. Verpassen Sie nicht diese Gelegenheit, indem Sie sich immer wieder von anderen Dingen ablenken lassen, wie es dem Pfarrer in Oslo passiert ist! Nutzen Sie doch die Feiertage, gönnen Sie sich eine ruhige Stunde, und schlagen Sie einmal die Bibel auf. Lesen Sie die „Weihnachtsgeschichte“ im 2. Kapitel des Lukas-Evangeliums, aber bleiben Sie dabei nicht stehen, sondern machen Sie weiter beim Kapitel 18 und 19 des Johannes Evangeliums, die von dem Kreuzestod des Sohnes Gottes berichten. Lesen Sie die gute Nachricht von seiner Auferstehung in Kapitel 20! Begegnen Sie Ihrem König und Retter, der zu Ihnen kommt, um Ihnen Frieden mit Gott und ewiges Leben zu schenken.

Es ist in keinem anderen das Heil, denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in welchem wir errettet werden müssen !“ Apg. 4,12

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