60. Jahrestag der Befreiung aus KZ Auschwitz

An einem der letzen Julitage des Jahres 1941 schrillt in Auschwitz die Lagersirene. Drei Häftlinge sind geflohen. Beim Abendappell ergeht an die Blöcke 14a und 17 kein Kommando zum Wegtreten. Lagerführer Fritsch eröffnet den Häftlingen, dass aus ihrer Reihen wegen der Flucht ihrer Kameraden etliche in den Hungerbunker müssten. An diesem Abend bleiben sie ohne Verpflegung. Am nächsten Tag nach dem Morgenappell rücken alle anderen Blocks zur Arbeit aus, nur die Blöcke 14a und 17 nicht. Die Häftlinge müssen den ganzen Tag über in der heißen Julisonne stehen. Nach dem Abendappell schreitet Lagerführer Fritsch, von Rapportführer Palitzsch und einigen SS-Männern begleitet, die Reihen ab. Willkürlich benennt er die Opfer.

Er ist bereits an Pater Maximilian Kolbe vorbei, als seine Wahl auf Franciszek Gajowniczek fällt, einen Familienvater. Der zittert am ganzen Leib und jammert um Frau und Kinder. Da tritt P. Kolbe vor, wendet sich an Lagerführer Fritsch, weist mit der Hand auf Franciszek G. und bittet in einwandfreiem Deutsch, anstelle dieses Mannes sterben zu dürfen. Nach kurzem Gespräch erklärt sich der Lagerführer mit diesem Tausch einverstanden. Franciszek G. darf ins Glied zurücktreten, P. Kolbe wird zusammen mit neun anderen Häftlingen in den Todesbunker geführt.

Eine Tat der Stellvertretung und der Selbsthingabe. P. Kolbes Tod erhielt einem anderen Menschen das Leben.

Ort des Grauens

Vernichtungslager Auschwitz. Synonym für die Judenvernichtung der Nazis. Massentransporte von Millionen verhafteter Juden, fabrikmäßig organisierte Massenermordungen, perverse Herabwürdigung des Menschen zu einer Sache: Herstellung von Lampenschirmen aus Haut, Kissen- und Matratzenfüllungen aus menschlichen Haaren, Asche zur Düngung der Felder ... Als die sowjetische Befreiungsarmee ins Konzentrationslager Auschwitz kam, fand sie ein Bild des Grauens vor: ausgemergelte, kranke Menschen, überall Leichen, Leichenberge.

Die glücklichen Gesichter und der Jubel, dokumentiert in Filmen, wurden erst viel später gedreht. Die meisten Häftlinge waren viel zu schwach, verzweifelt und apathisch, um zu begreifen, dass sie befreit wurden.

Jahrelange Unmenschlichkeit, Grausamkeit, Qualen, Durst, Hunger, fatale Unausweichlichkeit des Schicksals ... und die Hoffnung erstirbt. Wie viele wählten aus ihrer Verzweiflung den Selbstmord als einzigen Ausweg.

Wissen Sie, dass die Vernichtungslager eine fatale Ähnlichkeit mit der Situation des Menschen hier und heute haben? Die Zahl der Selbstmorde ist erschreckend, schlagen Sie nur die Zeitung auf. Sicher, Sie leben in einem freien Land, Sie können sich ungehindert bewegen, weitestgehend selbst über sich bestimmen. Wenn Sie krank sind, können Sie sich einen Arzt wählen, und der Rettungsdienst kommt prompt, wenn Sie 112 wählen.

Versklavt durch die Sünde

Doch das gilt nur für dieses kurze Erdenleben, denn tatsächlich sind Sie trotz der äußerlichen Freiheit ein Gefangener, versklavt unter die Sünde, gebunden unter einem grausamen Herrn, der Ihren Tod will, für den Sie „Material“ sind, der keine Liebe für Sie hat, sondern nur Hass. Dieser grausame, mächtige Herr ist Satan, der Widersacher Gottes. Seit der Sünde im Paradies, als die Menschen auf ihn hörten, sind sie unter seine Herrschaft, seine Gewalt geraten. Wenn Sie diese Tatsache hier in Ihrem irdischen Leben verdrängen, nicht als Wahrheit anerkennen wollen, so werden Sie es ganz sicher nach Ihrem Tod müssen.

Lesen Sie, wie Jesus Christus den Satan in Johannes 8, 44 beschreibt:

Der Teufel war ein Menschenmörder von Anfang an ... er ist ein Lügner ... er ist der Vater der Lüge.

Doch Jesus Christus hat diesen grausamen Menschenmörder besiegt, weil er durch seinen Tod am Kreuz auf Golgatha die Macht Satans gebrochen hat. Der Sohn Gottes starb stellvertretend für jeden Sünder, der seine Schuld vor Gott anerkennt und weiß, dass er sich aus eigener Kraft nicht einen Platz im Himmel verdienen kann. Durch Pater Kolbes stellvertretenden Tod wurde ein Mensch gerettet. Der stellvertretende Tod von Jesus Christus aber reicht für die gesamte Menschheit! Doch nicht als Generalamnestie, jeder einzelne muss auch befreit werden wollen. Gott fordert Sie auf:  

Apostelgeschichte 26, 18: „Damit sie (die Menschen) sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, damit sie die Vergebung der Sünden empfangen.“

Bekehren heißt = Umkehr zu Gott, auf dem lebendigen Weg, der Jesus Christus heißt! Nur auf diesem Weg werden Sie der Familie Gottes hinzugefügt, und nichts und niemand kann Sie jemals wieder dort herausreißen. Sie sind ewig geborgen in der Liebe Gottes.

Ein KZ-Häftling:

Noch viele Jahre nach der Befreiung verband sich für mich das Wort Engel mit einem riesigen, hochgewachsenen Neger. Dieser Neger, ein Sanitäter, hob mich mit einer Hand in die Höhe, wickelte mich, das nackte Skelett, sorgfältig in eine Decke und trug mich auf die Krankenbahre, und wir hatten den Eindruck - völlig unverständlich -, dass ihm und seinen Kollegen beim Eingang in die Stube des Lagerlazaretts die Augen feucht wurden. Schwestern vom Roten Kreuz wuschen behutsam, mit einem Schwamm (!), unsere leichenhaften Skelette. Seit fünf Jahren liege ich zum ersten Mal in einem richtigen Bett, das Laken ist aus schneeweißem Papierstoff! Man hört keine Schreie! ... Erschöpft vom Transport und wohl noch mehr von einer so gewaltigen Veränderung meiner Lage, falle ich in einen tiefen, friedlichen Schlaf.

Diese Geschichte ist ein schwaches Abbild von dem, was Jesus Christus an Ihnen tun will: Befreiung aus der Knechtschaft Satans, Befreiung von Schuld und Sünde und dadurch Frieden mit Gott, Heilung Ihrer Seele, echten Herzensfrieden, Bewahrung, Gnade, Liebe.

Johannes 1, 12: „So viele ihn (Jesus Christus) aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“

Die Befreiung der KZ-Insassen war für diese Erde. Die Befreiung, die der Sohn Gottes schenkt, ist für immer gültig, denn jeder, der zu Jesus Christus gehört, hat in Ewigkeit ein bleibendes, sicheres, liebendes Heim im himmlischen Vaterhaus.

Läßt Sie das wirklich kalt, dass Jesus Christus aus Liebe für Sie sein Leben gegeben hat, um Sie zu befreien?