"Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen ... "

Rahn müsste ...

"Das Wunder von Bern" - der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 - ist als grandioses Ereignis in die deutsche Geschichte eingegangen. Selbst nicht fußballbegeisterte Menschen kennen etwas von Herbert Zimmermanns Radio-Reportage, die das legendäre Spiel in die Häuser der damals noch jungen Bundesrepublik übertrug. In der Vorrunde 8:3 gegen Ungarn verloren, standen die Chancen für die deutsche Mannschaft äußerst schlecht. Schon nach knapp 10 Minuten ging Ungarn mit 2:0 in Führung. Das Vorrundendesaster schien sich zu wiederholen. Doch die Nationalelf mit ihrem Kapitän Fritz Walter dreht das Spiel schon in der ersten Halbzeit. Nach 45 Minuten stand es 2:2. Als Rahn dann in der 84. Spielminute die Deutschen in Führung schoss, war der Reporter nicht mehr zu halten. Sein viermaliges "Tooor! Toor! Toor! Toor!" ist bis heute noch zu "hören" ...

"Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen ...", so leitet Zimmermann den Bericht über diesen Spielzug ein. Er fährt fort: "Rahn schießt! - Tor! Tor! Tor!" Stellen wir uns vor, es wäre beim "müsste" geblieben ... Nein, Rahn hat geschossen und mit seinem entscheidenden Treffer dafür gesorgt, dass es - für viele unfassbar - am 04.07.1954 hieß: DEUTSCHLAND IST WELTMEISTER!

Man müsste

60 Jahre nach diesem Triumph wird wieder eine Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen. Und wieder werden Reportagen, Open-Air-Veranstaltungen und Analysen im Fernsehen von einem "Müsste" begleitet sein. Nachher - und als Zuschauer sowieso - ist man immer schlauer.

Im Leben ist es auch nicht anders. Jeder von uns kennt das: "Eigentlich hätte ich dieses oder jenes noch machen müssen." Es beginnt im banalen Alltag und begleitet uns im Arbeits- sowie im Familien- und Zusammenleben. Und so häufen sich manche "Eigentlich müsste man ...:

  • ... sich mehr um die Familie kümmern
  • ... etwas für die Gesundheit tun."
  • ... eine Schuld (vielleicht eine Lüge?) zugeben, die man bislang verdeckt hat."

Je mehr wir darüber nachdenken, umso unangenehmer kann es werden.

Abgesehen davon - müssten wir uns nicht überhaupt mal mehr Gedanken über unser Leben machen? Was wäre, wenn es plötzlich zu Ende ginge? Wäre es nicht dringend notwendig, unser Leben vorher noch in Ordnung zu bringen?

Gott müsste

Wenn es um Gott geht, sieht die Sache anders aus. Bei ihm gibt es nie ein Versäumnis, deshalb auch kein "müsste". Er hat alles getan. Er gab seinen eigenen Sohn, Jesus Christus, für die Schuld der Menschen. Darin zeigt sich seine große Liebe zu uns. Denn Er will nicht, dass irgendjemand verloren geht. Aber er kann Sündenschuld nicht einfach ignorieren, sonst wäre Er nicht der heilige Gott. Deshalb ließ er seinen Sohn das unvermeidliche Strafgericht treffen. Jesus Christus starb für uns und wurde so der Mittler zwischen Gott und Menschen. (Die Bibel - 1. Timotheus 2,5.6)

Wir müssen ...

Da wird uns sofort klar, warum es heißt: "Es gibt in keinem anderen Erlösung" - außer in Jesus Christus! - "... in dem wir errettet werden müssen" (Die Bibel - Apostelgeschichte 4,12). Spätestens hier darf es nicht bei einem "Müsste" bleiben. Wenn wir unser Leben in Ordnung bringen wollen, dann müssen wir uns an Jesus Christus wenden und ihm unsere Lebensschuld bekennen. Er lebt! Die Liebe Gottes auszuschlagen würde bedeuten, dass Jesus Christus einmal als Richter vor uns steht - ohne Hoffnung auf Rettung! Deshalb gibt es nur eine Antwort auf die Frage: "Was muss ich tun, um errettet zu werden?" - "Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden" (Die Bibel - Apostelgeschichte 16,30.31)

Fang von vorne an!