Das Osterlamm

Kennen Sie noch den typischen Osterbrauch, ein Lamm aus Rührteig oder Bisquitteig zu backen? Bestreut mit Puderzucker oder übergossen mit Schokolade? Eine wirklich leckere Sache, und besonders die Kinderaugen strahlen sehr, wenn dieses Osterlamm auf dem Frühstückstisch steht und sie davon naschen können. Wissen Sie aber auch, woher dieser Brauch kommt? Die Bedeutung ist – wie könnte es anders für diese Seite sein – in der Bibel zu finden! Interessiert?

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Entstanden ist das traditionelle Osterlamm aus dem Gebrauch der Juden, zu ihrem Passahfest ein Lamm zu schlachten und zu verspeisen. Passah – das bedeutet „Das Vorübergehen Gottes“. Den Bericht dazu finden Sie im 2. Buch Moses Kapitel 12.

Das Volk Israel befand sich zu dem Zeitpunkt in einer harten Sklaverei unter dem Pharao von Ägypten. Ihr Leben war von der grausamen Willkürlichkeit und absoluten Macht dieses Herrschers bestimmt. Gott erwählte Moses als den Mann, der das Volk aus dieser Sklaverei herausführen sollte. Doch der Pharao war durch das ernste Reden Gottes nicht zu erweichen, das Volk frei zu geben, und so lautete im 12. Kapitel die Anweisung Gottes, dass jede israelitische Familie sich ein fehlerloses Lamm nehmen sollte, dass für einige Tage im Haus gehalten werden sollte, um dann an einem bestimmten Tag geschlachtet und gegessen zu werden.

Weiter lautete Gottes Befehl, das Blut dieses Tieres an die beiden Pfosten und die Oberschwelle des Hauses zu streichen. Das Gericht Gottes für den Ungehorsam des Pharao war, dass er jeden Erstgeborenen von Menschen und vom Vieh in Ägypten töten wollte. Unter dieses Gericht fiel auch der erstgeborene Sohn des Pharao.

Aber die Israeliten waren in ihren Häusern geschützt, denn Gott hatte ihnen durch Moses gesagt: „Und das Blut soll euch zum Zeichen sein an den Häusern, worin ihr seid; und sehe ich das Blut, so werde ich an euch vorübergehen; und es wird keine Plage zum Verderben unter euch sein, wenn ich das Land Ägypten schlage.“ V. 13

Dieses ernste Gericht Gottes führte dazu, dass der Pharao das Volk Israel ziehen ließ und sie endlich aus der Knechtschaft in Ägypten befreit wurden.

Nun kann man verstehen, warum die Israeliten zu ihrer alljährlichen Passahfeier im Gedenken an diese Befreiung ein Lamm schlachten, wie in jener Nacht.

Aber was hat das mit uns zu tun, mit der Christenheit?

In der Bibel sind Geschehnisse im Alten Testament meistens ein Sinnbild, eine Vorschau auf Ereignisse, die im Neuen Testament statt fanden und Jesus Christus als Mittelpunkt haben. Haben Sie schon von Johannes, dem Täufer gehört? Seine Aufgabe war es, die Menschen vorzubereiten auf das Kommen des Erlösers Jesus Christus. Als dieser seinen öffentlichen Dienst begann, rief Johannes, als er ihn sah: „Siehe, das LAMM GOTTES, das die Sünde der Welt wegnimmt!“ Johannes 1, 29 Ein weiterer bemerkenswerter Satz steht im 1. Korintherbrief Kap. 5, 7: „Denn auch unser Passah, Christus, ist geschlachtet worden.“ Daraus ist klar zu erkennen, dass auch das Geschehen damals in Ägypten ein klarer Hinweis auf das wahre Lamm Gottes, Christus selbst, war.

Ein Lamm – ein Bild für Unschuld, für Wehrlosigkeit. In Jesaja 53, 7 wird prophetisch von Jesus Christus gesagt: „Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern.“

Wie damals das Volk Israel vor dem Gericht Gottes durch das Blut des geschlachteten Lammes in Sicherheit war, so ist heute ein Sünder vor dem Gericht Gottes durch das Blut des Lammes Gottes, Christus selbst, geschützt. Es gehörte damals wie heute Glauben dazu, um gewiss zu sein, dass das Blut wirklich vor dem Gericht Gottes schützte.

Vollkommen sündlos nahm Jesus Christus die Strafe für die Sünde auf sich. Das Osterlamm steht also als Symbol für die unschuldige Hingabe, das Sterben von Jesus Christus am Kreuz.

Doch der Tod konnte ihn nicht festhalten. Jesus Christus ist auferstanden, er hat den Tod besiegt. Kennen Sie das alte Kirchenlied:

„Das Grab ist leer, der HERR erwacht!

Der Heiland ist erstanden!

Da sieht man seiner Gottheit Macht, sie macht den Tod zuschanden!

Ihm kann kein Siegel, Grab noch Stein, kein Felsen widerstehn.

Schließt ihn der Unglaub selber ein, er wird ihn siegreich sehn!“

Das Lamm Gottes ist Jesus Christus, der Sieger von Golgatha! Möchten Sie nicht auch zu diesem Sieger gehören, der Ihr Retter sein will? Durch sein vergossenes Blut können Sie Frieden mit Gott bekommen, das Gericht wird an Ihnen vorübergehen wie damals an dem Volk Israel. Bekennen Sie Gott Ihre Schuld, denn es gibt keinen Menschen, der nicht in Gottes Augen schuldig ist. Aber es gibt Sünder, denen ihre Schuld vergeben worden ist, weil sie an Jesus Christus glauben und dass er für Sie das Gericht Gottes am Kreuz getragen hat.

Bringen Sie sich in Sicherheit, stellen Sie sich auf die Seite des Siegers. Dann gilt auch für Sie die Aussage aus dem 1. Brief des Petrus Kap. 1, 19:

„… indem ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid … sondern MIT DEM KOSTBAREN BLUT CHRISTI, als EINES LAMMES OHNE FEHL UND OHNE FLECKEN;“