Die Bibel erfüllt sich - 60 Jahre Israel

Das Schicksal Israels wurde bereits zu Lebzeiten Abrahams (2166-1991 v. Chr.) angedeutet, vor 3500 Jahren von Mose (1526-1406 v. Chr.) vorhergesagt und danach von Propheten des AT (Alten Testaments) um 600 v. Chr. präzisiert worden. Diese Prophetien sind atemberaubend. Wenn man bedenkt, um was für ungeheure Zeiträume es sich handelt, und dass sich alles bis ins einzelne erfüllt hat, spricht allein dies schon für ihre göttliche Herkunft.

Mose legte Israel Segen und Fluch vor (5. Mose 28). Wenn Israel Gott gehorchen würde, werde es gesegnet. Wenn es aber Gott nicht gehorchen würde „so werden deine Söhne und Töchter einem anderen Volk gegeben werden (V. 32) ... Und du wirst zum Entsetzen, zum Sprichwort und zum Spott werden unter allen Völkern (V. 37) ... Denn der Herr wird dich zerstreuen unter alle Völker von einem Ende der Erde bis ans andere (V. 64) ... Dazu wirst du unter jenen Völkern keine Ruhe haben ... und dein Leben wird immerdar in Gefahr schweben ...“ (V. 65). Doch schon Mose sagte auch die künftige Rückführung der Juden in ihr Land voraus (5. Mose 30): „...der Herr, dein Gott, wird sich deiner erbarmen und dich wieder sammeln aus allen Völkern, unter die dich der Herr, dein Gott, verstreut hat (V. 1-3) ... und wird dich in das Land bringen, das deine Väter besessen haben“ (V. 5). Auch andere Propheten sagten die Rückführung der Juden voraus: „Ich will sie aus allen Völkern herausführen und aus allen Ländern sammeln und will sie in ihr Land bringen“ (Hesekiel 34, 13). „Siehe, ich will sie aus dem Land des Nordens bringen und will sie sammeln von den Enden der Erde ...“ (Jeremia 31, 8-). Als „Land des Nordens“ sehen Bibelausleger Russland und die GUS-Staaten an. Seit 1990 sind bereits 1 Million Juden von dort nach Israel zurückgekehrt. Liberale Theologen behaupten, alle Rückkehrverheißungen hätten sich bereits mit Israels Rückkehr aus der Babylonischen Gefangenschaft erfüllt. Dem steht eine weitere Prophetie entgegen: „Denn ich will sie in ihr Land pflanzen, dass sie nicht mehr aus ihrem Land ausgerottet werden ...spricht der Herr, dein Gott“ (Amos 9, 14-15). Nach der Rückkehr aus Babylon wurde Israel sehr wohl wieder aus seinem Land „ausgerottet“, nämlich durch die Römer im Jahre 70 n. Chr. Die Verheißung kann sich also nicht auf die Rückkehr aus Babylon beziehen, sondern nur auf die Rückkehr aus der weltweiten Zerstreuung unter alle Völker. Diese Rückkehr geschah erst im Laufe des 20. Jahrhunderts und führte zur Neugründung des Staates Israel 1948. Erst jetzt gilt die göttliche Zusage, dass Israel nicht mehr „ausgerottet“ wird.

Fazit: Die Verheißung, die Mose vor dreieinhalb Jahrtausenden ausgesprochen hatte, erfüllte sich bis in alle Einzelheiten! Es erfüllte sich noch eine weitere Prophetie: „Wer hat solches je gehört? ...Ward ein Land an einem Tag geboren? Ist ein Volk auf einmal zur Welt gekommen? Kaum in Wehen, hat Zion schon ihre Kinder geboren“ (Jesaja 66, 8-). Diesen Tag seiner Geburt erlebte Israel am 14. Mai 1948. Direkt vom Tag der Neugründung an, stand Israel sofort eine riesige Übermacht von Feinden gegenüber. Die Überlebensaussichten waren minimal. Aber Israel überlebte – bis heute.