Geboren um zu sterben

In den letzten Wochen strömte in nahezu allen Kaufhäusern Weihnachtlichkeit auf unsere gesamten fünf Sinne ein: Wer seine Ohren vor dem weihnachtlichen Gedudel durch Ohropax Ohrenstöpsel zu schützen versuchte, wurde dabei von rosa-rot funkelnd-glitzernden Kugeln und Lichterketten angestrahlt. Während sich die Zunge an heißem Glühwein verbrannte und die Nase unter anderem aufgrund des aufsteigenden Kondenswassers einen ungeliebten Beigeschmack ins Glas füllte und durch die unzählbar differierenden Gerüche von Waffelsorten ohnehin überstrapaziert wurde, befühlten die Hände kuschelig flauschige Nikolausmützen, hergestellt aus Kunstfaserfilz und besetzt mit Tannenleuchten. - Was für ein besinnliches, folkloristisches, uneigennütziges, kulantes, zur Großherzigkeit formendes Familienfest, das sogar Atheistenherzen zu erwärmen vermag…

Warum feiern so viele Menschen Weihnachten, wenn sie sich doch vom christlichen Glauben abgewandt haben und sich auch sonst von allem anderen religiösen „Schnickschnack“ fernzuhalten versuchen?

Es ist Tatsache, dass sich viele Menschenherzen nach wenigstens einem frohen und gemütlichen Familienfest im Jahr sehnen, egal vor welchem Hintergrund (?). Familien wachsen wieder zusammen, Kinder lernen ihre Väter (oder auch Mütter) kennen, und es wird Gemeinschaft auf engem Raum gepflegt. An sich eine schöne Sache, aber warum nur einmal im Jahr und was steckt dahinter?

Lassen Sie uns konkret werden

Die Christenheit feierte Weihnachten ursprünglich als ein Gedenken an Christi Geburt. Wir wollen uns aber jetzt nicht mit diesem (teils) säkularen und historisch-festlichen Gedankengut beschäftigen, sondern den Fokus auf die eigentliche Basis dieses Festes (Erinnerns) legen: Jesus Christus.

Warum wurde Er geboren?

Vor etwa 2700 Jahren sagte ein Mann Gottes (der Prophet Jesaja) die so genannte Jungfrauengeburt Marias voraus: sie sollte schwanger werden, einen Sohn gebären und ihn Immanuel nennen (Jesaja 7,14). Etwa zur selben Zeit prophezeite der Prophet Micha Bethlehem als Jesu Geburtsort, ebenso erwähnte er, dass hohe Persönlichkeiten ihn aufsuchen würden, um ihn anzubeten.

Diese und etliche(!), hier nicht zu erwähnende weitere Bibelstellen, legen eine aufbaufähige Grundlage für die Glaubwürdigkeit der Geburt Jesu Christi vor etwa 2000 Jahren dar. Auch außerbiblische Dokumente von Geschichtsschreibern oder Philosophen, die zu oder kurz nach Jesu Lebzeiten lebten, bezeugen Seine Geburt und Sein Leben.

Eine weitere Aussage der Bibel macht uns auch gleich klar, weshalb er kommen sollte:

[…] um die Übertretung zum Abschluss zu bringen und den Sünden ein Ende zu machen und die Ungerechtigkeit zu sühnen […] Daniel 9,24 (um 600-500 v.Chr.)

Ungerechtigkeit/Übertretung/Sünde ist in der Bibel immer unser Verfehlen der uns zum Guten dienenden Ziele und Absichten Gottes. Wenn Gott z.B. sagt, dass der Mensch nicht lügen soll, dieser es aber doch tut, dann ist das Sünde - Sünde gegen Gott persönlich, wenn auch indirekt!

Das Problem: Auf der einen Seite kann Gott mit Sünde und mit in Sünde geborenen Menschen (Sündern) keine Gemeinschaft haben, da Gott heilig und sündlos ist. Auf der anderen Seite möchte Er aber Gemeinschaft mit uns pflegen. Denn Er ist unser Schöpfer, also hat er auch (den alleinigen) Anspruch an uns. Wenn wir Ihm nun dankend auf dieses „Gemeinschaftsangebot“ erwidern wollen, dann müssen wir uns vorweg fragen, ob wir überhaupt passend für Seine Gegenwart sind, denn wir befinden uns seit unserer Geburt in einem sündigen Zustand, in dem wir nicht vor Ihm erscheinen können. Das setzt allerdings voraus, dass wir uns „selbstanalysieren“ und dann zwingend erkennen müssen, dass wir sündig sind und in diesem Zustand keine Gemeinschaft mit Gott haben können.

Um Missverständnisse zu vermeiden

Gott hat uns Menschen als Seine Abbilder auf dieser Erde erschaffen, da Er Gemeinschaft und letztlich Anbeter sucht (1. Mose 1,26; Johannes 4,23). Sein Wunsch und Wille ist es, dass der Mensch Ihm freiwillig dient, Ihm sein ganzes Leben, das Gott ihm geschenkt hat, zur Verfügung stellt; als Schöpfer hat Er doch Anspruch auf unser Leben! Der Mensch ist keine von Gott gelenkte Marionette, sondern ein mit einem freien Willen ausgestattetes Individuum. Diesem Individuum steht es zur Wahl, sich für oder gegen seinen Schöpfer- und Retter-Gott zu entscheiden. Leider haben die ersten beiden Menschen sich für Letzteres entschieden: gegen Gott, indem sie der Schlange (Teufel) mehr Glauben schenkten als Gott, ihrem Schöpfer. Vor dieser eigenen bewussten Entscheidung gegen das eine von Gott gegebene Gebot, nicht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen, da sie sonst sterben mussten (den gemeinschaftlichen, physischen und den ewigen Tod = ewiges Getrenntsein von Gott), waren sie in praktischer Gemeinschaft mit Gott. Es gab zu der Zeit keinen Hinderungsgrund für Gemeinschaft. Doch nach ihrer Entscheidung gegen Gott musste er sich von ihnen abwenden und sie aus dem Garten vertreiben.

Die Beziehung zwischen Gott und dem ersten Menschenpaar war gestört. Da aber Gott die Menschen so sehr liebt, konnte Er sie nicht in diesem Zustand leben und bleiben lassen.

Schon vor Grundlegung der Welt wusste Gott um dies alles. Er hatte vorgesorgt - mit dem Stellvertreter-Prinzip. Das kann man wie folgt definieren: damit jemand leben kann, muss ein anderer an seiner Stelle sterben.

So führte Gott im AT die Opfer ein. Für jede begangene Sünde musste ein reines, fleckenloses Tier (z.B. ein Lamm), anstelle dessen der gesündigt hatte, sterben. Der Sünder selbst musste dieses Opfer darbringen. Wozu? Damit er wieder Gemeinschaft mit Gott haben konnte, sofern er sie wollte.

Alle diese Opfer deuten auf das eine, wahre Opferlamm hin, das kommen sollte, um die Frage der Sünde endgültig göttlich zu ordnen: Jesus Christus.

Vor etwa 2000 Jahren wurde Es (das Lamm Jesus Christus) in Bethlehem geboren. Von Anfang an versuchte man Ihn aus dem Weg zu schaffen, ihn umzubringen (Matthäus 2,13). Aber der Mensch hatte nicht die Macht, ihm etwas anzutun, wenn er es nicht selbst erlaubte. (siehe z.B. Lukas 4,30) In Seinem Leben tat Er viele Zeichen und Wunder, indem Er Kranke heilte, Blinde sehend machte usw. Er lebte den Menschen das Leben vor, wie es Gott, Seinem Vater nur gefallen konnte. Er fragte täglich nach dem Willen Seines Vaters und tat ihn. Gott konnte von Ihm sagen:

[...] Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; ihn hört. Matthäus 17,5

Außerdem zeigte Er den Menschen durch Sein heiliges, vollkommenes, sündloses Leben, dass der Mensch sich noch so anstrengen konnte, um sich selbst den Weg zu Gott zu errichten (Religionsprinzip) - er würde es nicht schaffen, wenn er nicht endlich Gott selbst fragen würde, welcher Weg zu ihm führt.

Schließlich, etwa 33 Jahre nach Seiner Geburt, ließ Er sich als sündloser Mensch ans Kreuz schlagen, um für Sie und mich stellvertretend dort das Gericht Gottes über die Sünde zu tragen und dafür zu sterben. Aus Liebe zu uns Menschen starb Er dort und wurde von Gott gerichtet. Alle Sünden mussten auf Ihn, den Unschuldigen, gelegt werden. In den drei Stunden der Finsternis dort am Kreuz, als Gott das Gericht an Ihm vollzog, musste sich Gott sogar von Ihm abwenden, weil Er keine Gemeinschaft mit Sünde haben kann, in jeglicher Form. Aber das Schöne: Jesus Christus ist nicht im Tod geblieben, Er ist auferstanden und sitzt nun zur Rechten Seines Gottes und Vaters. Nun liegt es nur noch an uns Menschen, ob wir dieses Stellvertreter-Angebot Gottes annehmen oder nicht.

Wenn wir dieses Angebot ausschlagen, muss Gott uns einmal richten und das Ergebnis davon wird die ewige Gottesferne sein (die Bibel nennt das Verdammnis/Hölle, wo der Satan mit seinen Engeln hinkommen wird und alle Menschen mit ihm, die sich ihm „angeschlossen“ haben). Sowohl im Himmel als auch in der Hölle wird es nur Freiwillige geben. Die Entscheidung für das jeweilige Ziel von diesen beiden müssen Sie allerdings hier auf dieser Erde treffen, einen dritten Weg gibt es nach der Bibel nicht. Eine weitere Möglichkeit der Entscheidung nach dem physischen Tod gibt es auch nicht.

Wir möchten Sie in keiner Weise in Angst, Lähmung oder Bestürzung versetzen. Wir müssen Sie aber auf die Eindringlichkeit der Botschaft Jesu Christi hinweisen, denn dazu ist er geboren und gestorben: Wir sollen durch Ihn und mit Ihm leben!

Nehmen Sie doch daher bitte dieses Angebot an! Sie brauchen es nur im persönlichen Glauben für sich in Anspruch nehmen und Ihre Sünden, soweit sie Ihnen noch bekannt sind, es werden Ihnen sicherlich etliche einfallen, vor Gott bekennen! Dann vergibt Gott Ihnen und der Weg zu Ihm ist frei. Dieser führt zu einem gemeinschaftlichen Leben mit Ihm schon hier auf dieser Erde und schließlich in Ewigkeit bei Ihm. Das ist das größte Geschenk, was ein Mensch bekommen kann. Jesus Christus - für uns geboren, um für uns zu sterben!

Und doch – wäre er im Grabe geblieben, hätte uns sein Tod nichts gebracht. Aber er ist auferstanden von den Toten, weil er nicht eine einzige Sünde getan hatte, sondern als ein wirklich reiner, sündloser Mensch stellvertretend die Strafe getragen hat, die jeden Sünder erwartet, der die Hand Gottes ausschlägt.

Der Lohn der Sünde ist der Tod – die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christo Jesu, unserem Herrn! Römer 6,23

[…] die wir an Gott glauben, der Jesum, unseren Herrn, aus den Toten auferweckt hat, welcher unserer Sünden wegen dahingegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt worden ist! Römer 4,24.25