„Ich verkünde euch eine große Freude. Habemus Papam!“

„Wir haben einen Vater!“ Hunderttausende von Menschen erwarteten mit Spannung auf dem Petersplatz in Rom am 19. April die Bekanntgabe des Nachfolgers des verstorbenen Johannes Paul II. Nach nur 26 Stunden stand die Wahl fest: Mit Kardinal Josef Ratzinger wurde nach 482 Jahren wieder ein Deutscher das Oberhaupt der kath. Kirche. Ratzinger nennt sich Benedikt XVI. Benedikt bedeutet „der Gesegnete“. Kurz nach seiner Wahl zum neuen Papst ist die österreichische Fansite von Joseph Kardinal Ratzinger unter dem Ansturm seiner Anhänger zusammengebrochen. Auch noch etliche Stunden, nachdem er zum „Heiligen Vater“ gekürt wurde, war der Server überlastet und die Website nicht mehr erreichbar.

Die englischsprachige Website wird von einem sehr aktiven Fanclub betrieben. Auf ihr sind regelmäßig Reden, Nachrichten und jede Menge Lobpreisungen verschiedenster Art über den neuen Papst Benedikt XVI. zu finden. Der Fanclub betreibt nicht nur ein eigenes Blog, sondern über den Online-Shop von cafepress.com auch einen Ratzinger-Fanshop. Dort finden Anhänger Devotionalien wie etwa Häferl, Bierkrüge und T-Shirts mit der Aufschrift "The Cardinal Ratzinger Fan Club" samt Ratzinger-Zitaten. Fanclubs für den „Heiligen Vater“, den „Stellvertreter Gottes auf Erden?“

Junge und alte Menschen werden durch die Person des Papstes zu Begeisterungsstürmen hingerissen, wie es im Fernsehen in diesen Tagen zu beobachten war. Doch warum ist das so? Weshalb zieht die Person des Papstes so an und erfüllt Menschen mit ehrfürchtigem Staunen? Seit dem Sündenfall ist das Verhältnis zwischen Gott und Menschen gestört. Doch im innersten Herzen sehnt sich jeder Mensch nach einer festen Institution, der er gläubig vertrauen kann, jemanden, der für ihn das Beste im Sinn hat, der Schutz verspricht, der eine Verbindung zu Gott verheisst. Diese Dinge sehen und suchen Katholiken in dem Oberhaupt ihrer Kirche. Doch auch der neue Papst, wie alle anderen vor ihm, ist ein sündiger Mensch, der ebenfalls Vergebung braucht, um Frieden mit Gott zu bekommen. Der Papst ist wie jeder andere Mensch nicht „unfehlbar“, das ist alleine Gott, der unbestechliche Richter über Gut und Böse. Jemand, der alles erfüllt, was Menschen sich in ihrem tiefsten Innersten ersehnen, der Frieden, Sicherheit und eine echte Verbindung zu Gott schenken will, den gibt es. Es ist Jesus Christus, der Sohn Gottes. Als er als Mensch auf dieser Erde war, wurden ihm zu Ehren allerdings keine Fanclubs gegründet, sondern ihm begegneten Hass und Feindschaft. Er wurde auch nicht im Petersdom oder einem anderen prunkhaften Gebäude von hohen Würdenträgern empfangen. Sein Empfangskomitee waren einfache Hirten, eine Futterstelle für Tiere sein Bett. Wenn er durch die Strassen ging, sich unter die Menschen mischte, dann gab es keine Sicherheitspolizei, kein „Papamobil“. Er ging umher, wohltuend und heilend, von Gott selbst geleitet. auch für dich starb Jesus Christus am Kreuz auf GolgathaEs kamen auch nicht hunderttausende Menschen auf einem Platz zusammen, ihn zu ehren und frenetisch Beifall zu spenden. Die Volksmenge, die für ihn zusammen kam, schrie im Chor: „Kreuzige ihn! Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrscht!“

Habemus Papam = Wir haben einen Vater? Jesus Christus, der Sohn Gottes, kam, um uns den wahren „Heiligen Vater“ bekannt zu machen. Er sagte: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“ (Joh.14,9) Eindrücklich warnte er auch seine Jünger davor, einen Menschen „Heiliger Vater“ zu nennen, denn „einer ist euer (heiliger) Vater, der Vater im Himmel.“ ( Matth. 23,9). So redete er selbst auch Gott an, als er zu ihm betete. (Joh.17,11) Als erster Papst beanspruchte Innozenz III. (1198 bis 1216) den Titel eines "Stellvertreters Christi" für sich. Seitdem ist diese Behauptung selbstverständlich geworden. Doch wir Menschen brauchen keinen anderen Menschen, auch wenn er ein Kirchenoberhaupt ist, Jesus Christus ist der einzige Mittler zwischen Gott und Menschum mit Gott in Verbindung zu treten. Wir brauchen dazu alleine Jesus Christus, den Sohn Gottes. Er alleine ist der Mittler zwischen Gott und Menschen. (1.Tim.2,5) Er wurde das durch seinen Sühnungstod am Kreuz, als er stellvertretend für die Sünde büßte, die den Menschen von Gott trennt.

Wallfahrten, Fasten, Meditationen, Spenden ... all das können Sie getrost vergessen, es ist vergeblich, denn keine Religion der Welt kann Sünden vergeben oder wegtun. Viele Wege führen nach Rom, Jesus Christus ist der Weg ... niemand kommt zum Vater außer nur durch ihnaber nur einer führt zum himmlischen, zum heiligen Vater. Dieser einzige Weg heißt Jesus Christus. Er sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich.“ (Joh. 14, 6) Sind Sie auf dem richtigen Weg?