Martin Luther oder Jack-o’Lantern?

Mal ganz ehrlich, woran denken Sie, wenn dieses Datum genannt wird? Fällt Ihnen prompt ein, dass es natürlich ein evangelischer Feiertag ist, an dem durch die 95 Thesen Martin Luthers 1517 die Reformation der Kirche begann? Oder sehen Sie vor Ihrem geistigen Auge ausgehöhlte Kürbisse, Teufelsfratzen und Hexenhüte, die für Halloween stehen? 95 Thesen gegen ausgehöhlte, beleuchtete Kürbisse …

Tatsächlich ist es heute so, dass die meisten Kinder und Jugendlichen im Gegensatz zu den älteren Menschen das Datum begeistert mit Halloween verbinden. Im Zuge der Amerikanisierung unserer Kultur wurde dieser Brauch bei uns wieder eingeführt und ist ein bedeutender Verdienst für Kaufhäuser geworden, einschl. McDonalds.

Der Ursprung von Jack-o’Lantern

Da wir uns bereits in früheren Beiträgen an dieser Stelle intensiver mit dem keltischen Ursprung etc. beschäftigt haben, sprechen wir heute mal näher über den Begriff „Jack-o’Lantern“ in Bezug auf die beleuchteten Kürbisse. Wenn die Kelten dem Totengott Samhain ein Menschenopfer brachten, hinterließen die Druiden zum Schutz des Hauses eine Rübe, in die eine Fratze geritzt war. Früher wurden aus dem Grund an Halloween beleuchtete Rüben verwendet, doch irische Einwanderer fanden in den USA ein imposanteres Gemüse, den Kürbis, der Jack-o’Lantern genannt wurde. Darum rankt sich eine fromme Legende:

Ein Mann namens Jack legte einst den Teufel herein, indem er ihn auf einen Baum lockte und dann ein Kreuz in den Baum schnitzte. So konnte der Teufel nicht mehr herunter. Jack nahm dem Teufel das Versprechen ab, dass er ihn nie mehr in Versuchung führen werde und löschte dann das Kreuzsymbol.

Nach seinem Tod war der alte Jack allerdings weder im Himmel noch in der Hölle willkommen. Der Teufel gab ihm aber eine glühende Kohle, die Jack in eine ausgehöhlte Rübe legte. Mit dieser Laterne soll er heute noch umherziehen.

Mit dem Jack-o’Lantern sollten die bösen Geister in der Nacht vom 31.10. auf den 1.11. vergrault werden. Man glaubte, dass die Menschen in diesen Stunden Zugang zu der Welt der Geister finden könnten. Die Seelen der Verstorbenen würden zurückkommen, u. a. in Gestalten von Tieren.

Bei Halloween handelt es sich also ganz klar um einen Brauch, der einen heidnischen Ursprung hat, der stark vom Glauben an Dämonen und der Wiederkehr verstorbener Seelen erfüllt ist.

Viele Menschen lassen sich nur der Unterhaltung wegen auf Halloween ein, ahnungslos und oberflächlich. Doch es ist eine Tatsache, dass dieses Fest zur Begegnung mit dem Okkulten einlädt. In den USA haben sich Halloween-Parties teilweise zu gewaltsamen und dämonischen Events entwickelt, bei denen Leib und Seele in Gefahr ist. Auch in unserem Land sind wir davon nicht weit entfernt, denn es ist „in“, Halloween-Veranstaltungen schon für Kinder anzubieten, oder auch Geschäftsfreunde zu einer Gruselparty einzuladen. Der Hang zu Okkultismus und Spiritismus nimmt immer mehr zu. Wenn man in die Zeitung schaut, kann man lange Anzeigen finden, wo Wahrsager, Tarotleger, Pendler und Astrologen ihre Dienste anbieten. Halloween, als Spaß begonnen, trägt seinen Teil dazu bei, in okkulte Praktiken verwickelt zu werden. Übrigens: Statt eines „harmlosen“ Gruselspaßes zelebrieren Satanisten in dieser Nacht ein Fest des Totengottes. In den USA verschwinden zu diesem Zeitpunkt regelmäßig zu Halloween Kinder, die vermutlich Opfer satanischer Zirkel werden…

Und was sagt Gottes Wort dazu?

Es soll niemand unter dir gefunden werden, der … Wahrsagerei treibt, kein Zauberer oder Beschwörer … oder jemand, der die Toten befragt. Denn ein Gräuel für den HERRN ist jeder, der diese Dinge tut; 5. Mose 18, 10-12

Luther und die Gnade Gottes

Wenden wir uns nun Martin Luther zu, und damit dem Reformationstag. Vor fast 500 Jahren schrieb der Augustinermönch seine 95 Thesen und machte sie der Allgemeinheit zugänglich. Er hatte nicht die Absicht, die Kirche zu spalten, sondern sie zu reformieren. Weil die mittelalterliche Papstkirche jedoch diese Reform abwies, kam es zu der von Luther nicht beabsichtigten Spaltung und damit der Bildung der evangelischen Kirche.

Er hatte erkannt, dass man sich den Himmel und die Gnade Gottes nicht durch gute Werke verdienen konnte, wie es die katholische Kirche lehrte. Er prangerte die Praxis des Ablasshandels an, welcher der Kirche einen guten Gewinn sicherte, aber die Menschen um den Preis ihrer Seele betrog und mit ihrer Angst Schindluder trieb. Er wollte die Wahrheit aufzeigen, die er für sich selbst in der Bibel gefunden hatte, dass nämlich ein Mensch allein durch die Gnade Gottes gerettet werden konnte. Dazu übersetzte er die lateinische Bibel ins Deutsche, damit jeder selbst lesen konnte, was Gott ihm zu sagen hatte.

Für Martin Luther galt der Schlüsselvers aus Römer 1, 17:

Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin offenbart aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte aber wird aus Glauben leben. Römer 1, 17

Wir fügen noch zwei weitere hinzu:

Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Epheser 2, 8

Wenn aber durch Gnade, so nicht mehr aus Werken; sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade. Römer 11, 6

Allein aus Glauben, allein aus Gnade. Sie können Gott nichts bringen als ihre absolute Kapitulation, vor Ihm nicht gerecht sein zu können. Seine Gnade schaffte einen Weg für Sie, indem Jesus Christus die Strafe für Ihre Schuld trug, die Sie verdient hätten. Lässt Sie das gleichgültig? Es ist schon merkwürdig und bedrückend: Der Reformationstag sollte daran erinnern, welche Wahrheit für jeden Menschen Martin Luther in der Bibel, dem Wort Gottes gefunden hat. Stattdessen nehmen heidnische Feste das Denken der Menschen gefangen. Sie amüsieren sich mit Teufelsfratzen und Hexenglauben und befinden sich damit zielsicher auf dem Weg in die Hölle. Wissen Sie, was Hölle ist? Die absolute Gottesferne, wo nie ein Weg herausführen wird.

Gehen Sie auch zur Halloweenparty? Oder denken Sie heute über das Liebesangebot Gottes nach, das Er persönlich an Sie richtet:

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. Johannes 3, 16