Neujahr

Erinnern sie sich an den Wirbelsturm „Charly“, der Mitte August 2004 im US-Bundesstaat Florida seine verheerende Wirkung zeigte? Eine große Menge der Gebäude konnten seiner Wucht nicht standhalten, er wirbelte sie in Einzelteilen durch die Luft.

An der Sand Lake Straße in Orlando aber trotzte ein Werbeschild seiner Gewalt. Die oberen Plakatblätter wurden fort gerissen, aber ein älteres Plakat darunter blieb haften. Auf ihm standen die Worte: „Wir müssen miteinander reden. Gott.“

Wir „müssen“ miteinander reden? Warum, Gott? Ich bin doch ein religiöser Mensch. Grad zu Weihnachten war ich sogar 2 x in der Kirche, hab was gespendet, und auch die Neujahrsmesse habe ich besucht. Das reicht doch wohl. Auch sonst tue ich recht und scheue niemand, getreu dem alten Sprichwort. Da könnte sich mancher eine Scheibe von mir abschneiden, im Ernst.

Müssen? Das klingt so drängend, so wichtig. Warum, Gott? Was reicht dir nicht an mir?

Wir „müssen“ miteinander reden? Schön wär’s ja, Gott. Mit mir will nämlich niemand reden, ich werde gemieden. Zur gesellschaftlichen „Randgruppe“ zählt man mich. Aber keiner fragt, wieso ich da hingeraten bin. Keiner interessiert sich dafür. Ich bin hart geworden in diesen langen Jahren, ich brauch auch keinen mehr!

Müssen? Das heißt, du willst es echt? Warum, Gott? Ich bin doch nur Abschaum, oder?

Wir „müssen“ miteinander reden? Ach Gott, wenn du wüsstest, wie ich mich nach einem sehne, der mir einmal zuhört. Ich habe eine Familie, habe Kinder und doch bin ich so was von einsam. Alle wollen etwas von mir, keiner hat Zeit für mich. Manchmal wird mir alles zuviel, ich weine nachts, ich bin müde und fühle mich missverstanden.

Müssen? Dann weißt du also, wie ich mich fühle? Ich brauche Hilfe, kannst du sie geben?

Wir „müssen“ miteinander reden? So, meinst du, Gott? Da kann ich ja nur müde grinsen. Mir schreibt nämlich keiner was vor! Ich habe kein Interesse an dir. Ich mache mir meinen Kram schon alleine, ohne dich. Hat bisher auch geklappt. Selbst ist der Mann, und damit Basta. Ich habe keine Zeit für dich.

Müssen? Warum? Nach dem Tod ist doch sowieso alles aus! Oder nicht?

Wir „müssen“ miteinander reden? Gott, kannst du mir dadurch meinen Lebensmut wieder geben? Kennst du meine Gedanken? Weißt du, wie oft ich schon durchgespielt habe, mir das Leben zu nehmen? Neujahr … keine Perspektive für mich. Dieses Jahresende werde ich nicht mehr erleben, ich habe es satt.

Müssen? Dann wird es Zeit. Ich schmeiß nämlich mein Leben weg, keine Sprechstunde mehr.

Man könnte Dutzende Menschen hier erzählen lassen, jeder hätte seine individuelle Geschichte, Träume, Nöte, Bitterkeit, Erfahrungen …

Wir würden vielleicht viele in einen Topf schmeißen. Gott aber macht es nicht so. Er, der Schöpfer und Erhalter aller Menschen kennt jeden einzelnen seiner Geschöpfe. Keiner ist eine Kopie des anderen, sondern jeder ist einzigartig und wertvoll für Gott.

Gott hat Interesse an jedem einzelnen. Er bietet jedem ganz persönlich seine Liebe und seine Vergebung.

Drängend sagt er ihm: „Wir müssen miteinander reden. Warum, fragst du? Weil ich dir von meinem Sohn erzählen möchte, der für dich in den Tod gegangen ist. Er hat für deine Schuld, die du vor mir hast, die Strafe getragen. Der Weg ist frei zu mir. Willst du in meine Retterhand einschlagen, willst du, dass ich dein Vater werde?

Dann sage es mir doch. Danke mir für meinen Sohn. Bitte mich um Vergebung. Ich werde sie dir geben und dazu ungezählte andere Dinge, die dir den echten Herzensfrieden geben werden.

Ich will deine Einsamkeit wegnehmen, deinen Lebensüberdruss, deine Selbstgerechtigkeit, deine Bitterkeit, dein rastloses Suchen nach dem Sinn des Lebens. Willst du mein Angebot nicht annehmen? Das ganze letzte Jahr habe ich Tag für Tag um dich geworben, du hast es beiseite geschoben.

Das neue Jahr hat begonnen. Willst du nicht endlich in Beziehung zu mir treten? Ich habe den Menschen mein Wort gegeben, die Bibel. Lies doch, was ich dir zu sagen habe. Lies, dass ich meinen Sohn für dich in die Welt gesandt habe. Er ist für dich am Kreuz gestorben.

Dann sprich zu mir im Gebet, ohne Scheu. Frage, was dir unverständlich ist. Ich verspreche dir, dass ich dich höre. Deine Worte bleiben nicht an der Zimmerdecke kleben, vertraue mir!“

Wir wünschen jedem Leser ein gesegnetes neues Jahr, in welchem Sie den Retter Jesus Christus in Ihr Leben aufnehmen und dadurch Gott als Ihren himmlischen Vater gewinnen. Gott tat alles – aber Sie müssen es annehmen.

„Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe - Christus selbst.“ 2. Kor. 9, 15