Reue eines Bankräubers

Die Tageszeitung berichtete: Ein 29 Jahre alter Bankräuber hat sich sechs Jahre nach dem Überfall auf eine Sparkasse freiwillig der Justiz gestellt. Er könne nicht länger mit der Schuld leben, erklärte er. Für einen anderen Bankraub hatte er bereits eine Gefängnisstrafe verbüßt.

Wie kam dieser Mann zur Einsicht und Reue? Dazu gab er selbst vor Gericht Auskunft: Er sei Christ geworden und blicke heute mit völlig neuen Empfindungen auf sein vergangenes Leben zurück. Für ihn sei das Christentum nicht nur eine Religion. Der Glaube an Jesus habe sein ganzes Denken und seine Einstellung zum Leben grundlegend verändert. Alles habe damit begonnen, dass er sich vor die höchste Gerichtsinstanz, die es überhaupt gibt, gestellt sah - und Gott habe ihm um Jesu willen seine Lebensschuld vergeben.

Da werden manche die Stirn runzeln: Seit wann übt Gott denn Gnade gegen Verbrecher? Einige haben diesen jungen Mann wohl auch im Stillen für verrückt erklärt, weil er freiwillig zur Polizei ging. - Und manchmal finden verkehrte Taten, wenn sie nur den vermeintlich Richtigen treffen, sogar noch den Beifall vieler! Da stellt sich dann die Frage: Wie ausgeprägt ist das Empfinden für Recht und Unrecht noch in der heutigen Gesellschaft?

Wenn Gott, der höchste Richter, einst Rechenschaft von uns fordert, wird Er das nach seinen ewig gültigen Maßstäben für Gut und Böse tun. Das sollte jeden zum Nachdenken bringen! Doch wer jetzt zu Gott umkehrt und Ihm seine Lebensschuld offen bekennt, ist begnadigt und freigesprochen; er kommt nicht ins Gericht.

Wer seine Übertretungen verbirgt, wird kein Gelingen haben; wer sie aber bekennt und lässt, wird Barmherzigkeit erlangen. Sprüche 28,13