S.A.A.R.T und der Sinn des Lebens

Als heute die Nachricht von dem Amoklauf des Bastian B. an der GSS in Emsdetten die Politiker erreichte, kam postwendend die Reaktion, dass Verbote von so genannten „Killerspielen“ endlich durchgesetzt werden müssten. Mittels eines solchen Spiels sei Bastian erst zu einem Killer geworden. Die Folge seiner Frustration und Sinnleere: Ein Toter, mehrere Verletzte, erschrockene und in Tränen aufgelöste Eltern und Mitschüler, sowie diskutierende Politiker und womöglich durch die Tat zur Nachahmung angeregte (junge) Menschen.

Wir wollen hier nicht bestreiten, dass diese Art von Zeitvertreib dazu beigetragen hat, Bastian zu einem Killer auszubilden, uns wohl aber einmal darüber Gedanken machen, was die wirkliche Ursache seiner Tat war. Was hat diesen jungen Mann dazu bewegt, diesen schrecklichen Amoklauf durchzuführen? Waren es die Spiele oder die „Death Metal“-Musik, die er, nachdem er „aufgewacht“ war, konsumierte? Wir werden sehen, dass letztlich unbeantwortete, grundlegende Fragen ausschlaggebend waren. Er suchte psychologische Hilfe. Suchte (den) Sinn für das Leben. Antworten fand er offensichtlich leider keine. Niemand konnte ihm helfen!?

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In seinem Abschiedsbrief an die Öffentlichkeit schreibt er: „Das Leben wie es heute täglich stattfindet ist wohl das armseeligste, was die Welt zu bieten hat! S.A.A.R.T. - Schule, Ausbildung, Arbeit, Rente, Tod. Das ist der Lebenslauf eines "normalen" Menschen heutzutage.? […] Ich kann ein Haus bauen, Kinder bekommen und was weiss ich nicht alles. […] Wozu das alles? Wozu soll ich arbeiten? Damit ich mich kaputtmaloche um mit 65 in den Ruhestand zugehen und 5 Jahre später abzukratzen? Warum soll ich mich noch anstrengen irgendetwas zu erreichen, wenn es letztendlich sowieso für'n Arsch ist weil ich früher oder später krepiere? […] Was hat denn das Leben bitte für einen Sinn? Keinen! Also muss man seinem Leben einen Sinn geben […]

Er war ein Mensch, der den Sinn suchte, der nicht verstehen konnte, dass alles „un-sinnig“ sei. Der eigentliche Auslöser, wodurch er zu dieser Erkenntnis kam, waren bei ihm gesellschafts- und sozialpolitische Aspekte: Man finde in dieser Welt nur Anerkennung, wenn man sich dieser anpasse, ansonsten sei man ein Außenseiter und werde verlacht und ausgestoßen. Leider ist dies nicht nur sein trauriger Befund, sondern auch bittere Realität! Tagtäglich erleben wir es doch, dass einzelne Individuen von so genannten „Peargroups“ entweder angezogen oder ausgestoßen werden. Natürlich kann man aufgrund dieser Tatsachen den Täter nicht freisprechen, denn er war dennoch eigenständig und ein mit einem freien Willen versehener Mensch - ein Geschöpf Gottes.

Wieso kommt es dazu, dass so viel Frustration, Sinnlosigkeit und Leid diese Welt beherrscht? Ist es der Zynismus, die Sinnleere? Depressionen, z.B. aufgrund von verlorener Arbeitsstelle? Oder eine nicht-authentische Lebensweise zu dieser Welt?

Woher kommt die Frage nach dem Sinn des Lebens? Wo kann ich grundsätzlich keinen finden? Wo aber doch?

In der Bibel heißt es an einer Stelle, dass Gott den Menschen die Ewigkeit in die Herzen gelegt hat (Prediger 3,11). Das bedeutet, dass der Mensch in der Lage ist, sich die Frage nach dem Sinn des Lebens zu stellen; das unterscheidet ihn somit klar von anderen Lebewesen. Zu diesem Ergebnis kommt übrigens auch die Wissenschaft, die in diesem Bereich leider kein Wissen schafft. Warum? Weil diese Dinge grundsätzlich nicht zu ihrem Aussagenfeld gehören, zumal die Wissenschaft nur die Ursachen solcher Fragen sucht bzw. suchen, nicht aber deren Beantwortung begründen kann. Die obige Aussage der Bibel beinhaltet also letztlich auch die Verantwortung des Einzelnen vor Gott. Wie ist jedes Einzelwesen, wie bist du (bisher) mit dieser Frage umgegangen, die Gott dir aufs Herz gelegt hat, damit du empfindest und spürst, dass es mehr geben muss, als es die Lebensphilosophie der Masse entfaltet?

Weiter sagt die Bibel, das inspirierte Wort Gottes, dass alles durch und für Gott geschaffen wurde (Kolosserbrief 1,16a; Offenbarung 4,11). Sofern ich also davon ausgehe, dass ich ein Geschöpf Gottes bin und kein Produkt der auf Mutation, natürlicher Selektion basierender und schließlich vom Schicksal bestimmten Evolutionstheorie, dann sollte ich zu dem Schluss kommen, dass dieses mir von Gott geschenkte Leben auch etwas mit Ihm zu tun haben muss. Dass es von Ihm geleitet, bestimmt und somit mit echtem Lebenssinn gefüllt werden sollte. Alsdann ist meine Lebensphilosophie nicht nur, bzw. gar nicht von S.A.A.R.T. bestimmt, sondern von Gott, und von dem Sinn, den Er uns geben möchte. Wir finden den Sinn, so ungewöhnlich es auch klingen mag, in Seinem Wort, der Bibel:

1. Ich muss erkennen, dass ich ein von Gott geliebter Sünder bin und Errettung von der Sünde brauche. Denn diese trennt mich von Gott und somit auch von einem sinnerfüllten Leben.

2. Wenn ich dies erkannt und Gott bekannt habe, dann will Er, dass wir unser Leben nach Seinem Wort ausrichten. Dass wir ein „Page“ für Ihn werden, indem wir anderen Menschen von der Botschaft „Jesu Tod am Kreuz“ weitersagen. Unser Leben Ihm weihen und altruistisch (selbstlos) dienen.

3. Als Lohn werden wir ewig bei Gott sein. Diese Gewissheit darf jeder haben, der Jesus Christus als seinen persönlichen Retter und Herr über sein Leben angenommen hat.

Ich habe den Sinn schon gefunden! Suchst du noch oder hast du ihn schon?