„Wenn dein Kind dich morgen fragt “

Unter diesem „Motto“ steht der diesjährige evangelische Kirchentag in Hannover, zu dem bis Ende Mai etwa 300 000 Besucher erwartet werden. Rund 3200 Einzelveranstaltungen werden angeboten. 56 000 Papphocker wurden auf dem Messegelände aufgestellt. 13,2 Mio. Euro kostet dieses Ereignis. Von den verschiedensten Rednern bis hin zum heftig umstrittenen TV-Pastor Jürgen Fliege wird der Kirchentag leider auch dieses Jahr wieder ein unüberschaubares Bild der Vielfalt und Widersprüchlichkeit abgeben.

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Fünf Tage lang soll sich angeblich alles um Gott drehen. Der Leitvers aus 5. Mose 6, 20: „Wenn dein Kind dich morgen fragt“ (wörtl. „Wenn dein Sohn dich künftig fragt“) soll dabei einen wesentlichen Themenbereich abdecken.

In 5. Mose finden wir kurz vorher berichtet, wie das Volk Israel von Gott die zehn Gebote empfangen hatte und jetzt weitere Gebote, Satzungen und Rechte erhielt. Das Volk sollte, wenn sie von ihren Kindern nach der Bedeutung der Zeugnisse und Satzungen und der Rechte, die Gott ihnen gegeben hatte, befragt würden, antworten: „Wir waren Knechte des Pharao in Ägypten, und der HERR hat uns mit starker Hand aus Ägypten herausgeführt; und der HERR tat vor unseren Augen große und Verderben bringende Zeichen und Wunder an Ägypten, an dem Pharao und an seinem ganzen Haus.“ (5. Mose 6,21)

Warum gab Gott ihnen diese Antwort als Gebot? Viele der Israeliten mögen die Dinge, die Gott ihnen aufgetragen hatte später nur noch aus Tradition heraus getan haben oder hatten Gott in seinem großen herrlichen Wirken schon wieder vergessen. Die Antwort sollte den Kindern ein Hinweis für seine Rettung und Fürsorge sein. Sie als Eltern sollten selbst nicht vergessen, was Gott an ihnen getan hatte.

Für Kinder gibt es keine Tabu-Frage. Sie kommen mit den verschiedensten Dingen, die ihnen im jungen Alter eben in den Sinn kommen. Oft stellen sie eine „Warum-Frage“ nach der anderen. Vielfach werden Kinder aber leider abgewiesen, wenn Ältere keine Antwort wissen oder ihnen wird einfach eine falsche Antwort gegeben, weil Erwachsene vor den Kindern nicht als dumm dastehen möchten. Ihre Fragen sind oft unbequem und nervend. In bestimmten Situationen können sie den einen oder anderen schon ins Schwitzen bringen. Doch manchmal bringen sie auch uns selbst durch ihre Fragen ins Nachdenken.

Was würden wir antworten, wenn uns ein (unser) Kind nach Gott fragen sollte?

Letztlich hörte ich unbeabsichtigt einem Gespräch zwischen einer Mutter und ihrer Tochter zu. Die Kleine, etwa fünf Jahre alt, fragte ihre Mutter ob es einen Gott gebe. Ihre Mutter wusste zunächst nicht recht was sie antworten sollte, sagte dann aber schließlich, dass sie nicht wüsste, ob es einen Gott gebe, dass aber viele Menschen an einen glauben würden. Daraufhin fragte das Kind ihre Mutter, ob sie selbst auch an Gott glaube. Diese antwortete mit Nein. Nach einer langen Pause, sagte das Kind schließlich, ich glaube aber an Gott. Darauf wusste die Mutter nichts mehr zu sagen und lies die Kleine unkommentiert bei ihrem Glauben.

Sicherlich beschäftigte diese Frage und die Antwort der Tochter die Mutter noch eine Zeit. Glaubte sie schließlich auch an Gott? Wir können es nicht wissen.

Wie steht es mit Ihnen? Zweifeln Sie noch an der Existenz Gottes? Glauben Sie vielleicht schon an Ihn, haben aber keine echte, persönliche Beziehung? Oder sagen Sie sogar von sich selbst, dass sie kein schlechter Mensch sind und deshalb auch keinen Gott brauchen?

Dann sollte Ihnen allerdings bewusst sein, das es vor Gott keinen Unterschied macht, ob Sie sich nun vielleicht aus Ihrer Sicht eher zu den guten Menschen zählen, als zu den schlechten. Denn Gott selbst sagt in Seinem Wort, der Bibel: „Es ist KEIN Unterschied, denn ALLE haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes“ (Römer 3,22b.23).

Vielleicht ist Ihnen dieser Vers egal, da Sie sowieso nicht der Bibel glauben. Wenn Sie aber weiterlesen, werden Sie merken, dass der Vers Ihnen nicht gleichgültig sein sollte, denn es heißt in Hebräer 9, 27: „Es ist dem Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“ Ewiges Getrenntsein von Gott!

Niemand wird von Gott dazu gezwungen, sich für Ihn zu entscheiden. Er wünscht sich, ja Er sehnt sich danach, dass Sie ein Leben mit Ihm wählen. (Joh 3,16). Er will Ihnen einen ganz neuen Anfang schenken, ein lohnendes Leben mit Ihm.

Wenn Sie diesen Schritt nicht tun, ist es Ihre Entscheidung. Aber Sie müssen auch wissen, dass es nach Ihrem Tod die Möglichkeit der Entscheidung eines Lebens mit oder ohne Gott nicht mehr gibt (Lukas 16,19-31).

Kennen Sie das auch? Wir als Menschen haben oft fast alles, was wir uns wünschen können, sind aber letztendlich doch unzufrieden. Denken Sie manchmal, dass es doch mehr geben muss, als Ihr tägliches Leben ausmacht?

Sie empfinden richtig, es gibt tatsächlich mehr! In der Bibel werden Sie die Antwort finden. Wenn Sie sich Jesus Christus anvertrauen, Ihm Ihre Schuld bekennen und Ihn um Vergebung bitten, dann ist er treu und gerecht, dass er Ihnen vergibt und Sie reinigt von aller Schuld. (1.Joh.1, 9)

Haben Sie diesen Schritt in ein neues, inhaltsreiches und lohnendes Leben mit Gott schon getan oder muss Er einmal zu Ihnen sagen: „... ihr habt nicht gewollt!“ (Matthäus 23, 37)

Weiter vorn habe ich erwähnt wie Gott das Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten in die Freiheit führte. Dies ist ein Bild für einen Menschen der sein Leben Christus anvertraut hat. Christus hat ihn von Bindungen (z.B. Drogen) und schlechten Gewohnheiten befreit (Joh. 8, 36). Wenn solch ein Mensch von einem (seinem) Kind nach Glaubensdingen gefragt wird, kann er konkret von dieser Befreiung und Rettung durch Gott berichten.

Können Sie sagen wie Gott Sie befreit und Ihnen neues Leben geschenkt hat? Oder leben Sie vielleicht nur in einer frommen Tradition?