Wieviel Irrtum enthält die Bibel?

Warum man der Bibel vertrauen kann. Fokus: Erfüllte Prophetie und mathematische Wahrscheinlichkeit.

(Hinweis: Der Artikel ist der Versuch der Veranschaulichung einer gegebenen Annahme - Annahme: 3268 erfüllte biblische Vorhersagungen. Falls das Postulat zutrifft, kann man mit Sicherheit sagen, dass die Erfüllung nicht zufällig geschah. Eine Herleitung der Gültigkeit der mathematischen Statistik ersparen wir uns an dieser Stelle, da man dies in Lehrbüchern nachlesen kann. (siehe zu dieser Problematik auch die Kommentare zu diesem Artikel!))

Entstehung

Die Bibel ist ein besonderes Buch – geliebt und gehasst, gedruckt und vernichtet, verbreitet und verboten. Schon ihre Entstehung ist besonders – über eine Zeit von etwa 1500 Jahren von über 40 Schreibern geschrieben, die sich natürlich meist nicht kennen konnten. Ihre Überlieferung ist ein Phänomen: Es existieren von der Bibel mehr Handschriften als von zehn (willkürlich gewählten) klassischen Werken zusammen – ein solches gilt als gut belegt, wenn man fünf bis zehn Handschriften hat. Allein vom Neuen Testament existieren aber über 5.000 griechische Manuskripte. Kein Buch der Weltgeschichte kann in seiner Verbreitung (in Anzahl der Übersetzungen, Auflagen und Verkaufszahlen) annähernd mit der Bibel verglichen werden.

Authentizität

Eine weitere Einzigartigkeit dieses Buches: ihre Authentizität. Um diese wissenschaftlich zu verifizieren wählen wir hier als inhaltliches Teilgebiet ihre bereits nachprüfbar eingetroffenen prophetischen Aussagen. Forscher haben in der Bibel 3268 solcher Aussagen gezählt, die sich bereits erfüllt haben (in Bezug auf einzelne Völker, auf Israel, auf bestimmte Personen und auf das Kommen Jesu Christi).

Konkret wollen wir ausrechnen, wie wahrscheinlich es ist, dass diese zuvor aufgeschriebenen Sachverhalte später zufällig in dieser Weise passierten (bzw. per Zufall gerade das Richtige vorhergesagt wurde).

Annahme: (zufällige) Erfüllung von 3268 Aussagen mit der fairen Chance 50:50, d.h. pzufälliges Eintreffen = 50% (das ist schon hoch gegriffen, viele der Prophezeiungen erfüllen sich rein zufällig nur mit <1%)

laut mathematischer Statistik gilt für die Wahrscheinlichkeit p:

bei 1 Prophetie: pzufällig-erfüllt = 0,5 = 50%
bei 2 Prophetien: pzufällig-erfüllt = 0,52 = 0,25 = 25%
bei 3 Prophetien: pzufällig-erfüllt = 0,53 = 0,125 = 12,5%
...  
bei 3268 Prophetien pzufällig-erfüllt= 0,53268 = 1,7 x 10-984

1,7 x 10-984 = die Zahl, die ausdrückt, wie wahrscheinlich es ist, dass sich die schon erfüllten biblischen Prophetien zufällig erfüllt haben.

Vorstellung dieser Wahrscheinlichkeit

Wie kann man sich diese Zahl vorstellen? Null-Komma-983Nullen-17...

Die mathematische Statistik kennt sog. Urnenmodelle: aus einer Box (Urne) wird etwas gezogen, z.B. eine Kugel: Mit welcher Wahrscheinlichkeit ziehe ich eine rote Kugel aus x andersfarbigen? Für unseren Vergleich ziehen wir nun aus einer Menge Ameisen (um einen möglichst kleinen vorstellbaren Gegenstand zu wählen), und zwar suchen wir die einzige rote Ameise inmitten sonst nur schwarzer Ameisen.

Zum Einstieg: Topf mit 4 schwarzen und 1 roter Ameise: p= 1/5 = 20% für Ziehen der roten. Bei 9 Schwarzen und 1 Roten: n=10 => p= 1/10 = 10%, usw.

In ein 0,2l-Wasserglas passen etwa 20.000 „Norm-Ameisen“ (Volumen einer Ameise = 10mm3).

In eine Badewanne passen ca. 36 Mio. dieser Ameisen (die Wahrscheinlichkeit des Ziehens der einzigen roten aus der sonst nur mit schwarzen Ameisen vollen Badewanne ist annähernd gleich derjenigen, dass sich 25 prophetische Aussagen zufällig erfüllen, denn 0,5-25 = 33,6 Mio.).

Würden wir die ganze Bundesrepublik (ca. 357.000 km2) mit einer 5m dicken Ameisen-Schicht bedecken: p liegt dann bei 5,6 x 10-21 als W., die eine rote Ameise zu erwischen – entspricht aber erst 67 zufällig erfüllten prophetischen Aussagen.

[allerdings: eine W. kleiner 10-20 gilt in der Physik „schon“ als unmögliches Ereignis – d.h. selbst wenn man, weil 10-20 ungefähr gleich 0,566, nur 66 wahre, d.h. schon erfüllte Aussagen in der Bibel findet, wäre es in wissenschaftlichem Sinn unmöglich, dass dies zufällig sein kann; in unserem Bild entspräche das der 5m-bedeckten Fläche von Italien]

Breiten wir um die gesamte Erde (incl. Ozeane 510,07 x 106 km2) eine Ameisen-Schicht von 10m Dicke aus und stürzen uns in die Ameisen-Menge: Die W., die einzige rote darin zu treffen liegt bei 10-24, übertragen auf die Prophetie entspricht das 79 zufällig wahren Aussagen.

Nicht mehr vorstellbar, aber theoretisch berechenbar: das komplette Universum voller Norm-Ameisen (Durchmesser Universum etwa 30 Milliarden Lichtjahre, 1 Lj = 9,461 x 1015 m; wobei Volumen=4/3πr3 mit r3 = [9x1015 x 15x109]3 ): es passen VUniversum / VAmeise = 1,2 x 1087 Ameisen hinein. Das reicht jedoch noch lange nicht für einen zahlenmäßig passenden Vergleich zur erfüllten Prophetie...

Nehmen wir theoretisch so viele Ameisen-gefüllte Universen, wie Ameisen in ein Universum passen (s.o.) – wir erhalten die Anzahl von (1,2x1087)2 = 1,4 x 10174 Ameisen, das gibt eine eins mit 174 Nullen, aus der wir gerade die eine rote ziehen, oder anders gesagt: gleich wahrscheinlich ist, dass sich 578 prophetische Aussagen rein zufällig erfüllt haben (0,5-578 ist ungefähr gleich 10174).

Um zum Ende zu kommen: wir benötigen die astronomische Zahl von 10897 Universen (Volumen eines Universums s.o.) voller schwarzer Ameisen, also 10897 x 1,2x1087 Ameisen, eine Eins mit 984 Nullen (s.o.), darunter insgesamt nur eine rote in irgendeinem der Universen. Die W., gerade diese aus der Gesamtheit zu ziehen, ist gleich derjenigen, dass sich 3268 biblische Aussagen zufällig, d.h. mit pzufälliges Eintreffen = 0,5 erfüllten!

Fazit

Daraus folgt: Die Bibel ist wahr, und zwar komplett! Es kann in wissenschaftlichem Sinn nicht sein, dass sich ihre prophetischen Aussagen zufällig erfüllten. Also kommt als eigentlicher Autor nur jemand in Frage, der dem Zufall überlegen sein muss: Gott.

Was bedeutet das für mich?

Erstens, ich muss die Hauptbotschaft dieses Bibel-Buches annehmen – denn es muss wahr und damit für mich verbindlich sein: Ich bin als Mensch, so wie ich bin, verloren (siehe Römer 3,23). Wir alle haben schon Dinge getan, gedacht, gesagt, die Gott missfielen – er nennt das in seinem Buch „Sünde“. Jedoch können wir keine einzige Sünde in den Himmel mitnehmen, d.h. wir sind vom Himmel ausgeschlossen – verloren! Aber: Gott will nicht, dass sein Himmel leer bleibt. Deswegen erfand er eine einzigartige Rettungsmöglichkeit: Sein eigener Sohn sollte Mensch werden und bezahlen, was andere gegen ihn, Gott, getan hatten. Sein Sohn, Jesus, ließ dafür sein Leben – damit andere den Himmel sehen würden! Wer daran glaubt (denn das Angebot gilt ausdrücklich allen), wird gerettet werden.

Jesus sagt: „Wer an mich glaubt, hat ewiges Leben.“ (Johannes 6,47)

„Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ (Johannes 3,16)

Zweitens, genauso sicher wie alles bisher Erfüllte werden sich die ausstehenden Prophetien erfüllen. Besonders weitreichend sind folgende: es gibt ewige Strafe für Ungerechte, ewiges Leben für Gerechte. Gott kennt nur diese beiden Gruppen, und entscheidend ist hier allein, ob ich Jesus' Angebot annehme (wenn ja, stehe ich nämlich gerecht vor Gott) – andernfalls muss ich selbst für meine Fehler vor Gott geradestehen. Ewig bedeutet nicht zehn oder 20 Jahre, sondern unendlich, nicht mehr in Zahlen ausdrückbar! Noch lädt Gott zum Himmel ein, weil er die Menschen liebt, damit wir nicht am Ende vor dem Tor der Hölle stehen – noch ist er in liebender Absicht der Retter, bevor man ihm sonst eines Tages als Richter begegnen muss. Es steht sehr viel auf dem Spiel. Wer nicht will, muss wissen: es gibt dann keine Möglichkeit mehr, man hat sich selbst die Zukunft bei Gott geraubt.

„Der Herr will nicht, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle umkehren. Es wird aber der Tag des Herrn kommen...“ (2. Petrusbrief 3,9f.)

„Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht.“ (1. Johannesbrief 5,12)